Marcel Leutenegger schrieb am 27.08.2024 19:07:
Das eine Zeitenwende durch Russlands Angriff auf die Ukraine am 24. Feb. 2024 eingeleitet wurde, ist fast allen Beobachtern klar.
Sehe ich auch so, würde den Beginn aber auf 2015 in Syrien datieren.
WIE die Zeitenwende real aussieht, welche Konsequenzen dies haben wird, da hat NIEMANDEM auch nur ansatzweise eine Vorstellung.
Die unipolare Weltordnung (neudeutsch für US-Diktatur) ist vorbei. Die USA und ihre NATO-Vasallen sind ab sofort nicht mehr der einzige Machtblock, der seine Interessen mit Gewalt durchsetzt und durchsetzen kann. Letztlich ein Resultat des westlichen Imperialismus, der seit 30 Jahren soweit in die Brutalität abglit, dass er nicht mehr länger tolerierbar ist. Und wie sich der Schulhofschläger nicht durch Ermahnungen zähmen lässt, benötigt die NATO offensichtlich mindestens das Gesicht neu arrangiert, bis man sich der UN-Charta vielleicht wieder verpflichtet fühlt.
Die Sicht auf einer „unipolare Weltordnung“ mit der USA als Häuptling oder auf dem „globalen Süden“ kann nur aus der eurozentrischer Beobachtung oder Einbildung stammen.
Für ein Australier oder ein Brasilianer ist der Südpol oben und der Nordpol unten.
Vieles spricht auch dafür, dass Oben in der Milchstraße mit dem Südpol der Erde übereinstimmt.
Sicher ist, dass der chinesische Drache wieder erwacht ist.
Wie sich die restlichen Ländern nach einer Zeitenwende neu ordnen ist immer noch unklar.
Aktuell sieht es danach aus, dass Russland erneut, wie im 13 - 16 Jhd. Vasall des Mongolischen Imperium war, zumindest zeitweilig zum „Vasallen“ eines östlichen Imperiums wird.
Falls unklar, China ist ebenso wie Russland immer noch ein multinationales Imperium.
So viel zum „Imperialismus“, Realität und Einbildung.
Wie sich Südamerika, Brasilien, Afrika, Indien positionieren werden, steht noch nicht fest.
Möglich ist wie zu Zeiten Tito’s eine mind. 3 Polare Weltornung, Ost, West und die nicht alliierten Ländern.