Stabilo81 schrieb am 26.08.2024 20:05:
Serbien wäre ein vernünftiger Gesprächskanal für diesen Konflikt gewesen.
Für einen vernünftigen Gesprächskanal bräuchte man jemanden, dem beide Seiten glauben, dass er in dem Konflikt unparteiisch ist.
Serbien? Da wäre ich erstmal skeptisch. Serbien ist traditionell sehr, sehr moskaufreundlich. Das ist kein vernünftiger Gesprächskanal, das ist bestenfalls ein Bote, und einen Boten braucht keine der beiden Seiten.
Warum sollten die anderen Maßnahmen, bzw. das Abwürgen von Orbán, noch verwundern.
Orban ist noch offener prorussisch als Serbien.
Würde man den mit einem Verhandlungsauftrag losschicken, wäre fast sicher, dass er die Position des Westens gegenüber Russland falsch darstellt die Position Russlands gegenüber dem Westen.
Man hat tatsächlich nichts gemacht, um eine Verhandlungslösung als Option zu erhalten.
Solange Russland nicht verhandeln will, sind das alles müßige Gedankenspiele.
Und Russland will absolut nicht verhandeln.
So unwahrscheinlich es klingen mag:“Eigentlich war Putin noch am freundlichsten von allen zur Ukraine.“
Völlig falsch.
Wäre er freundlich gewesen, hätte er den Überfall bleibenlassen. So ist das nur die Freundlichkeit des Vergewaltigers, der erst sagt: "Du wirst müssen, meine Schöne, ob du willst oder nicht" (Putins eigene Worte), und der dem Opfer hinterher die Ehe anbietet.
Ansonsten hetzt man die Ukraine sinnlos gegen die Russen, da man sich für einen (möglichen) späteren Konflikt Vorteile erhofft.
Man erhofft sich eher, dass Russland verliert, so dass ein späterer Konflikt gar nicht erst entsteht.
Und so sinnlos ist es nicht. Die jetzt angedachten 0,25% würden die Ukraine definitiv stabilisieren, Russland hätte keine Aussicht auf Sieg mehr.