So verorten sie alles Übel beim normalen Bürger, nicht etwa beim Großkapital und dessen politischen Handlagern.
So platt kannst du das nicht sagen. Eine Parole der Freitagsdemos heißt zum Beispiel:
Kohle-Konzerne baggern in der Ferne
Zerstören unsre Umwelt - nur für'n Batzen Geld
Der Fehler der Klimabewegung liegt darin, den Kontext nicht weiter zu analysieren. Da kommen die beiden populären Irrtümer ganz unhinterfragt ins Spiel:
1) Die Industrie produziert, damit es der Bevölkerung gut geht. Daher dann im Umkehrschluss die Verzichtspropaganda gegenüber "uns allen".
2) Der Staat hat ein Interesse und die Möglichkeit "Auswüchsen" der kapitalistischen Produktion Einhalt zu gebieten. Deshalb wenden sie sich mit ihren Protesten an den Staat und können - und wollen! - es nicht begreifen, wenn der dem so überhaupt nicht nachkommt.