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  • DcPS

mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2018

Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen?

Es ist seltsam, was wie schnell in Rußland drr Vergesdengeit anheimfällt. Wer hat dieses einst zufriedene Stück Land denn zerstört? War es da nicht die russische Armee, die versucht hat, ein Vokk zu unterjochen? Auch wenn es nicht jeder so sehen mag: das hat die Taliban geschaffen: Hilf dir selbst, mit Gewalt. Die Kinder danals sind jetzt reife Menschen, lehren ihren Kinder das Erfahrene.
Daß der Wesren versucht hat, dort eine Demokratie aufzubauen, war sogar teilweise uneigennützig-ideell. Es hat uns gekostet, aber auch die Erfahrung gebracht: Das Reifen der Länder ist komplizierter, als man es wahrhaben will. Mittelalterliches Selbsverständnis Gläubiger bedarf einer Reifung, die über Generationen geht, in den Köpfen der Menschen ankommt. Eher Hilfe zur Sekbshikfe, vor allem kein Geld, sondern Infrastrukturhilfe und Bildungshilfe. Ernährung ist deren Sacge - schwierig zu verstehen für Kapitalisten, die immer nur einen Markt sehen, Leuten Dinge aufschwatzen wollen.
Ja, die USA-Politik ist nicht besonders durchdacht gewesen, mit seltsamen Freunden vor Ort kann man nicht stabile Staaten schaffen. Man kann militärisch nur zerstören, nichts aufbauen.
Immrrhin haben wir etwas hinsichtlich Aufbau getan, für verhältnismäßig lange Zeit stabile Bedingungen versucht, zu erhalten. Aber Es ist nicht das getan worden, was die Menschen dort wollen. Die Masse der einfachen Menschen, die eigentlich nur ihr Glaube am Leben erhält, die sich Stärkeren beugen.
Demokratische Regeln funktionieren nicht, wenn nackte Gewalt regiert. Da war man blauäugig, denn in den westlichen Ländern wird jeder Tote als einer zuviel angesehen.
Den Russen damals war das egal, war ja keine Demokratie, das Umbringen von Gegnern ist politisch gewollt.
Wer also etwas erreichen will, muß in Jahrhunderten denken, nicht in Jahren. Das fehlt in der Weltpolitik, diese Langfristigkeit.
Es sind letztlich finanzielle Gründe, warum man dort weggeht - es lohnt den Aufwand nicht, so glaubt man. Wer aber hat schon mal gehört, daß das Gegenteil eines Fehlers wieder ein Fehler sei, zumindest sehr wahrscheinlich?
Konsequentes Handeln, das wäre vonnöten. Diejenigen, die in Afghanistan mit uns zusammengearbeitet haben, werden so geopfert (ein Teil wird hier Asyl suchen, was wir -sofern abständig - auch gewähren müssen).
Wer stimmt mir zu: Unsere Politiker sind eher ungeeignet, langfristig zu denken und zu handeln. Sollten wir alle dann nicht das Heft der Demokratie in die Hand nehmen?
Mir tun die afghanischen Menschen Leid, ich sehe unser Tun jetzt als falsch an. Immer wieder eine Unterordnung unter amerikanische, unberechenbare Außenpolitik. Die Entscheidungsträger dort halte ich nicht für besonders geeignet, auch nicht.
Es ginge besser, ja.

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    • GP.0

    549 Beiträge seit 28.01.2016

    Antwort auf Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von DcPS.

    Sie verwenden einen breiten Pinsel und tauchen ihn tief in den russophoben Farbtopf ein.
    In "Why Moscow Doesn’t Just Knock Him Over" (https://www.strategic-culture.org/news/2021/05/08/why-moscow-doesnt-just-knock-him-over/) spannt Patrick Armstrong den Bogen etwas weiter, argumentiert realitätsnah und differenziert. Die Russen haben Afghanistan nicht zerstört. Sie waren dort im Übrigen von 1979-1989,also vor 2 Generationen. Sie haben trotzdem aus dem Fehler gelernt. Im Lande war damals die kommunistische Partei durch einen Putsch 1978 an die Macht gekommen. Modernisierung wie Frauenrechte, Bildung usw. wurden zu hastig durchgesetzt. Aber es gab zwei Fraktionen bei den Kommunisten. Die Russen griffen zugunsten einer Seite ein und beseitigten den Präsidenten um ihn durch einen anderen Kommunisten zu ersetzen, der vorsichtiger agieren wollte. Der Schaden war aber schon angerichtet. Das Eingreifen der USA machte sich das durch den Aufbau und die Unterstützung der Mudschahidin (aus denen Al Qaida hervorgingen) zunutze, wodurch es zum umfassenden Bürgerkrieg kam, bei dem auch zum ersten Mal Stinger-Raketen durch Rebellen zum Einsatz kamen. Nach der Niederlage der Russen wurden viele demokratische Errungenschaften rückgängig gemacht, bis die Taliban kamen und aus dem entstandenen Chaos und Terror einen islamistischen Gottesstaat machten.

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  • Avatar von KarlderEinfaeltige
    • KarlderEinfaeltige

    982 Beiträge seit 01.12.2020

    Antwort auf Re: Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von GP.0.

    GP.0 schrieb am 12.05.2021 16:12:

    Das Eingreifen der USA machte sich das durch den Aufbau und die Unterstützung der Mudschahidin (aus denen Al Qaida hervorgingen) zunutze, wodurch es zum umfassenden Bürgerkrieg kam, bei dem auch zum ersten Mal Stinger-Raketen durch Rebellen zum Einsatz kamen.

    Den Bürgerkrieg gab's schon vorher, bevor die Sowjets und die USA eingegriffen haben. Der Kalte Krieg hat ihn natürlich ziemlich angeheizt. Aber daran waren die Sowjetunion und die USA beteiligt.

    "What the CIA Did (and Didn’t Do) in Soviet-Occupied Afghanistan"
    https://newlinesmag.com/argument/what-the-cia-did-and-didnt-do-in-soviet-occupied-afghanistan/

    Nach der Niederlage der Russen wurden viele demokratische Errungenschaften rückgängig gemacht, bis die Taliban kamen und aus dem entstandenen Chaos und Terror einen islamistischen Gottesstaat machten.

    Na ja, die DVPA hatte mit Demokratie genauso wenig am Hut wie nach ihnen die Taliban.

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  • Avatar von Feuerwurst
    • Feuerwurst

    567 Beiträge seit 21.11.2020

    Re: Nicht die Russen haben die Taliban geschaffen,

    Antwort auf Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von DcPS.

    ...sondern die USA gemeinsam mit den Saudis und Pakis die Mudschahedin, aus denen sich dann die Taliban bildeten.

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    • GP.0

    549 Beiträge seit 28.01.2016

    Antwort auf Re: Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von KarlderEinfaeltige.

    Na ja, die DVPA hatte mit Demokratie genauso wenig am Hut wie nach ihnen die Taliban.

    Das ist Teil des Lehrgelds. Modernisierung eines Landes, welches noch in Stammesgesellschaften organisiert ist, muss wohl scheitern. Eine Entwicklung die wir in den verschiedensten Ländern Afrikas beobachten können.
    Verschärfend kommt aber der Stellvertretercharakter dieser Konflikte hinzu, wenn ausländische Mächte den Kampf um Durchsetzung ihrer Interessen auf dem Rücken der rückständigen Länder austragen.

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    • GP.0

    549 Beiträge seit 28.01.2016

    Antwort auf Re: Nicht die Russen haben die Taliban geschaffen, von Feuerwurst.

    Es kommen ja einige Artikel zum Vorschein, wenn man mal nach "Afghanistan Vietnam Brzezinski" sucht. Das Interview von 1998 ist in der englischen Version zensiert worden:
    "In 1998 zensiertes Brzezinski-Interview: Die Russland-Falle" (https://www.radio-utopie.de/2014/10/16/in-1998-zensiertes-brzezinski-interview-die-russland-falle/)

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    • KarlderEinfaeltige

    982 Beiträge seit 01.12.2020

    Antwort auf Re: Nicht die Russen haben die Taliban geschaffen, von Feuerwurst.

    Feuerwurst schrieb am 12.05.2021 21:35:

    ...sondern die USA gemeinsam mit den Saudis und Pakis die Mudschahedin, aus denen sich dann die Taliban bildeten.

    Was war denn ursächlich dafür, dass die Mudschahedin zur Waffe gegriffen haben? Die gewalttätige Politik der afghanischen Kommunisten und der Einmarsch der Sowjetunion oder die CIA?

    https://newlinesmag.com/argument/what-the-cia-did-and-didnt-do-in-soviet-occupied-afghanistan/
    “Thus, the ideologically based analysis suggests that the CIA funded the mujahideen, synonymous with al Qaeda, and thereby made 9/11 possible. The Afghan freedom fighters who resisted the Soviets are uniformly either Taliban or al Qaeda, two labels used interchangeably, ignoring not just the distinction between the two groups but also the fact that the Taliban were founded in the mid-1990s, half a decade after the Soviets withdrew. [...] The Kabul-based, Soviet-installed Communist dictatorship was portrayed as actually nothing more than a legitimate, progressive government that was toppled by the evil imperialists. Indeed, things were more complex.
    [...]
    All these events led many Afghans to run into the arms of the mujahideen groups who mostly organized themselves in refugee camps in neighboring Pakistan. They had filled a political vacuum caused by the mass killings of Afghanistan’s intelligentsia by the Communist regime.
    [...]
    The report also underlined the fact that the Communist regime in Kabul and its backers in Moscow had a deliberate strategy of mass killings and torturing civilians. Naturally, it was these horrendous atrocities that led to the radicalization of vast parts of Afghan society rather than the distribution of schoolbooks promoting armed jihad through U.S.-funded education programs in Pakistani refugee camps.”

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  • Avatar von XavierS
    • XavierS

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.08.2020

    Antwort auf Re: Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von KarlderEinfaeltige.

    KarlderEinfaeltige schrieb am 12.05.2021 20:37:

    GP.0 schrieb am 12.05.2021 16:12:

    Das Eingreifen der USA machte sich das durch den Aufbau und die Unterstützung der Mudschahidin (aus denen Al Qaida hervorgingen) zunutze, wodurch es zum umfassenden Bürgerkrieg kam, bei dem auch zum ersten Mal Stinger-Raketen durch Rebellen zum Einsatz kamen.

    Den Bürgerkrieg gab's schon vorher, bevor die Sowjets und die USA eingegriffen haben. Der Kalte Krieg hat ihn natürlich ziemlich angeheizt. Aber daran waren die Sowjetunion und die USA beteiligt.

    "What the CIA Did (and Didn’t Do) in Soviet-Occupied Afghanistan"
    https://newlinesmag.com/argument/what-the-cia-did-and-didnt-do-in-soviet-occupied-afghanistan/

    Nach der Niederlage der Russen wurden viele demokratische Errungenschaften rückgängig gemacht, bis die Taliban kamen und aus dem entstandenen Chaos und Terror einen islamistischen Gottesstaat machten.

    Na ja, die DVPA hatte mit Demokratie genauso wenig am Hut wie nach ihnen die Taliban.

    Der IS oder ISIL wurde über viele Jahre lang von den USA finanziert und unterstützt.
    http://tribune.com.pk/story/828761/startling-revelations-is-operative-confesses-to-getting-funds-via-us/
    https://www.rt.com/news/227195-islamic-state-us-funding/
    http://www.thenewamerican.com/world-news/asia/item/21600-u-s-military-trained-top-isis-commander

    Geheimes Pentagon-Papier: Hat die US-Regierung die Terrormiliz IS geschaffen?
    https://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/politik-der-instabilitaet-geheimes-pentagon-papier-hat-die-us-regierung-die-terrormiliz-is-geschaffen_id_4707070.html

    Obama und Hillary Clinton hatten in Libyen Al-Qaida Ableger unterstützt und bewaffnet.
    http://www.wnd.com/2015/01/generals-conclude-obama-backed-al-qaida/

    Obama und seine Militärführung hatten in Afghanistan nicht nur brutale afghanische Warlords gestärkt bzw. sogar direkt unterstützt, sondern auch den Opiumhandel in Afghanistan und der Opiumexport aus Afghanistan erreichte immer wieder neue Rekordwerte unter den US Besatzungstruppen als US Präsident Obama an der Macht in den USA war!
    http://www.theamericanconservative.com/articles/americas-warlords-in-afghanistan/

    Es ist ja nun nichts neues dass Israels Rechte aber auch die Neocons der USA traditionell gute Beziehungen zu radikalen Islamisten seit Jahrzehnten pflegen:

    http://www.washingtonsblog.com/2012/02/report-the-u-s-and-israel-support-terrorists.html

    https://www.globalresearch.ca/the-us-al-qaeda-alliance-bosnia-kosovo-and-now-libya-washington-s-on-going-collusion-with-terrorists/25829

    https://www.globalresearch.ca/america-created-al-qaeda-and-the-isis-terror-group/5402881

    https://www.globalresearch.ca/kosovo-war-how-britain-america-backed-jihadists-throughout-conflict/5672887

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    • KarlderEinfaeltige

    982 Beiträge seit 01.12.2020

    Antwort auf Re: Nach dem Zerstören Afgganistans durch die Russen verliert jetzt der Westen? von XavierS.

    XavierS schrieb am 17.05.2021 20:37:

    KarlderEinfaeltige schrieb am 12.05.2021 20:37:

    GP.0 schrieb am 12.05.2021 16:12:

    Das Eingreifen der USA machte sich das durch den Aufbau und die Unterstützung der Mudschahidin (aus denen Al Qaida hervorgingen) zunutze, wodurch es zum umfassenden Bürgerkrieg kam, bei dem auch zum ersten Mal Stinger-Raketen durch Rebellen zum Einsatz kamen.

    Den Bürgerkrieg gab's schon vorher, bevor die Sowjets und die USA eingegriffen haben. Der Kalte Krieg hat ihn natürlich ziemlich angeheizt. Aber daran waren die Sowjetunion und die USA beteiligt.

    "What the CIA Did (and Didn’t Do) in Soviet-Occupied Afghanistan"
    https://newlinesmag.com/argument/what-the-cia-did-and-didnt-do-in-soviet-occupied-afghanistan/

    Nach der Niederlage der Russen wurden viele demokratische Errungenschaften rückgängig gemacht, bis die Taliban kamen und aus dem entstandenen Chaos und Terror einen islamistischen Gottesstaat machten.

    Na ja, die DVPA hatte mit Demokratie genauso wenig am Hut wie nach ihnen die Taliban.

    Der IS oder ISIL wurde über viele Jahre lang von den USA finanziert und unterstützt.
    [...]

    Mir liest sich das wie ein langer Standardtextbaustein mit vielen Links, die weitgehend nichts mit dem Thema "Was waren die Ursachen des Ausbruch des Krieges in Afghanistan Ende der 1970er" zu tun haben. Wie soll denn da eine wie auch immer geartete Unterstützung des IS in den 2010er-Jahren dazu beigetragen haben?

    https://www.globalresearch.ca/america-created-al-qaeda-and-the-isis-terror-group/5402881

    Schon mal kurz beim Querlesen liest sich das nach einer Mischung von Wahrem und frei Erfundenem wie das z.B.:

    "Lest we forget, the CIA gave birth to Osama Bin Laden and breastfed his organization during the 1980’s."

    Ziemlich sicher, dass der Autor keinen Beleg dazu hat.

    http://www.washingtonsblog.com/2012/02/report-the-u-s-and-israel-support-terrorists.html

    Was soll die leicht bekleidete Dame denn belegen?

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