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Einfach mal quatschen

Es wäre interessant mal von den Taliban selbst zu hören was sie wollen. Welche Ziele haben Sie, wohin wollen Sie das Land entwickeln.

Gibt es hier jemanden der authentisch für Sie oder andere Gruppen in Afghanistan sprechen kann?

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    • Rasel

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.06.2010

    Antwort auf Einfach mal quatschen von 2017CP.

    2017CP schrieb am 12.05.2021 06:56:

    Es wäre interessant mal von den Taliban selbst zu hören was sie wollen. Welche Ziele haben Sie, wohin wollen Sie das Land entwickeln.

    Im verlinkten ND-Artikel wird eher die Clan- als eine nationale Identität beschrieben. Vielleicht die bessere Anpassung an das Land mit seinem Klima und seiner Geschichte.
    »
    Entgegen der irrigen Annahme westlicher Militärstrategen war und ist Afghanistan kein homogener, intakter Zentralstaat, sondern Hort einer kaum überschaubaren Vielzahl von - sich mitunter heftig befehdenden - Clans. Deren Führer entpuppten sich bestenfalls als Stammesführer, schlimmstenfalls als drakonische Warlords.
    « https://www.neues-deutschland.de/artikel/1151849.abzug-aus-afghanistan-ein-trauerspiel-ohne-ende.html

    Gibt es hier jemanden der authentisch für Sie oder andere Gruppen in Afghanistan sprechen kann?

    Du weißt nicht wo du lebst, oder ist das ein Honey- oder Essigpot?
    >Einfach mal quatschen
    Es würde auf "Das Morden ging weiter"* hinauslaufen. Die Bundeswehr ist derzeit Tabu als Werkzeug und die bestallten Politiker machen sich für sie zum Affen**. Gerade letzteres ist eine klare *hust* Ansage, es geht weiter, wo auch immer.
    Die Franzosen zogen auch einfach um. Nach Dien Bien Fu verschifften sie die Truppen nach Algerien und nahmen dort "polizeiliche Aufgaben" wahr. Die Formulierung hörte man wieder von Peter Struck zum Kongoeinsatz. Pech für ihn, dass ein Strategiepapier zur Presse durchgestochen wurde: Rohstoffe. Und dann verplapperte sich auch noch Bundespräsi Köhler: Handelswege. Das 1x1 der Beherrschung fremder Territorien.
    Mit den anderen Signalen (Mädchenschule und Brunnenbau war der bekannteste Empörungsfänger/Essigpot) in 2 Jahrzehnten, was soll da kommen an Einsicht in die Notwendigkeit, den Frieden zu wahren.

    *) O-Ton WK1-Doku 2021, Frontsoldaten betreffend, ein wahrscheinlich unfreiwilliges Kontra zur offiziellen Position in der Bundeswehr-Ehrverletzung-Debatte "Soldaten sind Mörder"
    **) Das Bundeswehrlabor/DE verweigert den Russen die Beweise für die Vergiftung Nawalnys, denn das wäre der nationalen Sicherheit abträglich. DE-Politiker stellen Behauptung dem Beweis gleich und fallen wieder mal in vorbundesrepublikanische Zeiten zurück. Stichwort Vasall, der 2. TP-Link >https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/nur-vasallen-lassen-sich-so-behandeln

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    Antwort auf Re: Einfach mal quatschen von Rasel.

    Ok man müsste also vielen zuhören, um zu verstehen wie sie ticken und was Ihre Interessen sind. (Offensichtlich gab es in der Vergangenheit Leute die in der Lage waren mit ihnen zu sprechen ohne gekillt zu werden.)

    Wenn das nicht möglich ist, sollte man die Zufuhr weiterer Waffen und Munition an den Grenzen sicher unterbinden. Dann müssen sie ihre eigenen Probleme erst mal lösen.

    Mir ist klar, daß dies naiv ist. Die Vereinigten Staaten nutzen diese durch den permanenten Kriegszustand traumatisierten Menschen für eigene Zwecke,um Russland und China zu destabilisieren.

    Aber jetzt reden wir schon wieder über sie, statt mit ihnen.

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    Antwort auf Re: Einfach mal quatschen von 2017CP.

    2017CP schrieb am 12.05.2021 10:44:

    Ok man müsste also vielen zuhören, um zu verstehen wie sie ticken und was Ihre Interessen sind. (Offensichtlich gab es in der Vergangenheit Leute die in der Lage waren mit ihnen zu sprechen ohne gekillt zu werden.)

    Wenn das nicht möglich ist, sollte man die Zufuhr weiterer Waffen und Munition an den Grenzen sicher unterbinden. Dann müssen sie ihre eigenen Probleme erst mal lösen.

    Mir ist klar, daß dies naiv ist. Die Vereinigten Staaten nutzen diese durch den permanenten Kriegszustand traumatisierten Menschen für eigene Zwecke,um Russland und China zu destabilisieren.

    Aber jetzt reden wir schon wieder über sie, statt mit ihnen.

    Ich finde deine Aussage richtig und nicht naiv, weil's die Aufgabe der Politik beschreibt. Wenn sich meine gewählten Volksvertreter dem entziehen mit allseits bekannten Tricks … weiß man wie sie ticken.

    >Aber jetzt reden wir schon wieder über sie, statt mit ihnen
    Stimmt. Wir sind halt keine Afghanen. Aber was uns ihnen gleich macht, ist doch übersichtlich? Nahrung, Dach über'n Kopf und Wärme für die Nacht, sowie Lebenssinn = idR die eigenen Kinder.

    Vergeltung gibt es bereits seit ein paar Kriegsgenerationen, das wird eine Generationaufgabe es besser zu regeln. Mit Blick durch Gehlens Brille ("Fremde Heere Ost"-Kompetenzen verscherbeln) verstehe ich ungefähr, was der Natoblock hinterlassen will. Wie soll man welchen Afghanen beurteilen, ob er analog zum SS-Rentner in ehemals besetzten Gebiet nun Nato-'Rentner' werden will. Oder dafür erpresst wird mit einem Wink, Vergeltung kann ihn treffen, weil es in Brüssel oder Pentagon so entschieden und von gefügigeren Afghanen umgesetzt, zB dem Warlord gesteckt wird. Da ist in meinen Augen ein Nachteil der afghan. Sippenloyalität. Ein halbwegs nicht korrumpiertes Staatsgefüge, das die Aufgabe Frieden erhalten durchsetzt, ist besser aufgestellt.
    Aber ein funktionstüchtigen Staat kann man nur mit den Menschen machen, die man hat. Die man braucht sind selten.

    Der Gedanke ist geprägt von Malik Jalal, "I´m on the Kill list. This is what it feels like to be hunted by drones"
    >https://www.independent.co.uk/voices/i-am-us-kill-list-what-it-feels-be-hunted-drones-a6980141.html
    >https://www.untergrund-blättle.ch/politik/ausland/usa_drohnen_todesurteil_ohne_vorwarnung_3164.html

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