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mehr als 1000 Beiträge seit 26.10.2001

Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftritt

(Falls die Frau unbekannt sein sollte: Vorsitzende Bundestagsfraktion der Grünen...)

Wenn das, was Chrupalla da passiert oder nicht passiert ist, genau so Katharina Dröge passiert wäre und sie hätte ins Krankenhaus gebracht werden müssen für eine weitere Behandlung und der Staatsschutz der Polizei würde nun ermitteln, da wäre aber doch wohl sicher kein allgemeines Schulterzucken und keine allgemeine Ignoranz in den meisten Medien zu sehen. Die würden vermutlich im Gegenteil haushohe Salti springen und die ganz großen Schlagzeilen produzieren. Politiker (auch und gerade die aus der CSU) würden wohl sofort nach schärferen Gesetzen und härteren Strafen rufen, denn so ein Angriff auf die Demokratie sei nicht hinnehmbar.. und so weiter. Und Witze über Wespen wären wohl nicht in den Artikeln der Tageszeitungen und der politischen Magazine zu finden - sondern würden, falls doch in den Kommentaren dazu gesehen, sofort gelöscht werden. Oder gleich zu einer Sperre des Kommentators führen...

Und bei aller persönlicher Abneigung gegen die AfD und dem festen Vorsatz diese neoliberalen Erzkonservativen nicht mal im Vollrausch ausversehen zu wählen - selbst so eine Partei verdient eigentlich einen fairen, offenen Umgang. Und auch ein Mensch, den man persönlich eher für einen Unsympathling mit verachtenswerter Meinung hält, der hat immer noch ein Recht aufs freie Äußern dieser Meinung - und vor allem hat er ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Auch wenn Wahlkampf ist. Und die Häme über einen Politiker, der tatsächlich im Krankenhaus gelandet ist, die ist hier in diesem Fall wohl genau so daneben wie das rein fiktive Flugblatt von Helmut Aiwanger mit brutalen Mordfantasien an "Vaterlandsverrätern" als Reaktion auf den "Schülerwettbewerb Deutsche Geschichte" - das ist meine Meinung dazu.

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  • Avatar von auf_der_hut
    • auf_der_hut

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2008

    Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr

    Antwort auf Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftritt von /Rak.

    Es bleibt eben die Frage, ob es ein Foul oder eine Schwalbe war. Ich bezweifle, dass man das anhand der vorliegenden Informationen schon beurteilen kann. Mindestens sollte man abwarten, was Chrupalla selbst sagt.

    Es sei an den Fall des AfD Politikers Anton Friesen erinnert, der 2018 twitterte, dass die Radmuttern an seinem Auto gelockert wurden und sogleich einen Mordanschlag von Linksextremisten unterstellte, garniert mit einem heftigen Unfallfoto. Nur hatte es gar keinen Unfall gegeben und die Polizei stellte später die Verwendung nicht zur Felge passender Radbolzen als Ursache fest.

    Auch beim zusammengeschlagenen AfD-Vorsitzenden Machnitz in Bremen stellte sich bald heraus, dass er seine Geschichte mit zahlreichen Details (z.B. den berühmten Holzlatten) aufgebauscht hatte, die nicht stimmten. Wer hinter der Attacke steckte wurde meines Wissens nie aufgeklärt.

    Ich will all das Chrupalla nicht unterstellen, alleine dass er keine Fotos aus dem Krankenhaus postete macht ihn glaubwürdiger. Aber man mag mir nachsehen, dass ich bei "Anschlägen" gegen die AfD erstmal abwarte, was am Ende von den Tatvorwürfen übrigbleibt.

    Ich bin wirklich von Herzen froh, dass es Chrupalla gut geht und dass er anscheinend mit dem Schrecken davongekommen ist. Denn einen Anschlag wie auf Schäuble, Lafontaine oder gar Cox in England ist wirklich das letzte, was wir jetzt gebrauchen können

    Und dass das Aiwanger-Flugblatt existiert hat, ist ja unstrittig, Es ist nicht fiktiv. Es ist keine Schande, vor 40 Jahren mal Unsinn gemacht zu haben - aber eine besondere Ehre ist es auch nicht. Den derzeitigen Aiwanger-Hype kann ich absolut nicht nachvollziehen.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 02.04.2001

    Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr

    Antwort auf Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftritt von /Rak.

    Ich glaube, du fällst da auch auf die AfD Propaganda rein.

    Letztens gab es ja einen Steinwurf bei einer Veranstaltung der Grünen.
    Das gab auch nur ein, zwei Meldungen.

    Von den Chrupalla und Weidel Vorfällen wurde am ersten Tag neutral berichtet.
    Erst als später Ungereimtheiten und Zweifel aufkamen, wurden die satirischen Stimmen laut.

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    946 Beiträge seit 03.03.2022

    Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr

    Antwort auf Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftritt von /Rak.

    vielleicht hätte sie sich auch einfach nicht so theatralisch ins Krankenhaus einliefern lassen, weil sie möglicherweise kurz mit einer Stecknadel in Berührung gekommen ist.

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    Antwort auf Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr von auf_der_hut.

    auf_der_hut schrieb am 06.10.2023 23:33:

    (...)
    Und dass das Aiwanger-Flugblatt existiert hat, ist ja unstrittig, Es ist nicht fiktiv. Es ist keine Schande, vor 40 Jahren mal Unsinn gemacht zu haben - aber eine besondere Ehre ist es auch nicht. Den derzeitigen Aiwanger-Hype kann ich absolut nicht nachvollziehen.

    Das Aiwanger Flugblatt stammt aber wohl vom Helmut und nicht vom Hubert "Taschenmesser" Aiwanger. Wird ihm aber nur ständig in die Schuhe geschoben, die Autorschaft (deswegen "fiktiv").

    Nebenbei sind das im Flugblatt wohl eher nur reichlich bescheuerte, verbale Trotzreaktionen eines pubertierenden, bayerischen 15-Jährigen Teenagers aus der Provinz (das Dorf hat keine 100 Einwohner...) in den 1980er Jahren, einer Zeit als die alten Lehrer teilweise noch selbst in der HJ oder gar in der SA gewesen waren und auf Anspielungen oder Verweise auf das von ihnen fast komplett verdrängte dritte Reich noch ganz anders - wesentlich empfindlicher - reagiert haben. Aber mehr ist das Flugblatt auch nicht, es ist damals vor allem nicht mal wirklich eine Straftat gewesen (auch weil der §130 damals noch ganz anders formuliert war..). Das wäre erst ab Mitte der 90er Jahre der Fall gewesen, da wurde der §130 dann deutlich erweitert.

    Das Ding mit Chrupalla ist dagegen wohl durchaus eine echte Straftat. Denn entweder hat der Kerl recht - und er wurde tatsächlich mit einer Spritze angegriffen. Dann handelt es sich mindestens um eine gefährliche Körperverletzung (da Gift-Injektion).
    Oder aber das Ganze ist ein großer Schwindel der Blauen Bande - dann handelt es sich hier um das Vortäuschen einer Straftat, was wiederum auch eine Straftat dar stellt.
    Aber im Zweifel gilt eben erst mal die Unschuldsvermutung - und Chrupalla liegt ja tatsächlich im Krankenhaus wegen seinen Symptomen.

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    Antwort auf Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr von .

    Hayden-Valley schrieb am 07.10.2023 07:59:

    vielleicht hätte sie sich auch einfach nicht so theatralisch ins Krankenhaus einliefern lassen, weil sie möglicherweise kurz mit einer Stecknadel in Berührung gekommen ist.

    Ist denn da nur eine Stecknadel im Spiel gewesen?
    Weiß du da was neues? Oder spricht da nur die Häme aus dir?

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    219 Beiträge seit 20.08.2023

    Antwort auf Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr von auf_der_hut.

    auf_der_hut schrieb am 06.10.2023 23:33:

    Ich will all das Chrupalla nicht unterstellen, alleine dass er keine Fotos aus dem Krankenhaus postete macht ihn glaubwürdiger. Aber man mag mir nachsehen, dass ich bei "Anschlägen" gegen die AfD erstmal abwarte, was am Ende von den Tatvorwürfen übrigbleibt.

    Na sehen Sie... sie bestätigen die Aussage der Vorschreibers. Es gibt genauso Fälle von Grünen, die Anschläge und Drohungen fälschten. Das hat trotzdem nicht dazu geführt, dass man spätere Vorfälle dieser Art so behandelte, wie diesen hier ("es hat ja früher schon mal mal einer von Euch gelogen, also stimmt das hier sicher auch nicht")... da würde niemand "abwarten, was am Ende von den Tatvorwürfen übrigbleibt". Und eben dieser Unterschied ist kritikwürdig.

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    946 Beiträge seit 03.03.2022

    Antwort auf Re: Man stelle sich mal vor das wäre Katharina Dröge so passiert bei einem Auftr von /Rak.

    Es geht doch durch alle Medien:
    Es war gar nichts, die Ärzte haben nichts gefunden, auch keinen Einstich.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100255230/tino-chrupalla-arztbefund-beruhte-auf-afd-chef-aussagen.html

    "Die zuständige Staatsanwaltschaft Ingolstadt teilte am Freitagnachmittag mit, dass es für die Schilderung, Chrupalla sei "beim Selfies schießen in einer Menschenmenge mit einer Spritze in den rechten Oberarm gestochen worden", keine Grundlage gebe. Die Polizei hatte mehrere Zeugen befragt, darunter auch Chrupalla und seine Personenschützer. Keiner dieser Zeugen hat demnach einen körperlichen Angriff oder eine Spritze wahrgenommen."

    Oder spricht da nur die Häme aus dir?

    Klar, aus mir spricht die Häme, schließlich muss die Snowflake von der AfD beschützt werden. Ist euch das nicht selbst peinlich, dass ihr ran müsst um den bei sowas zu verteidigen?

    Ach nebenbei:
    Wo ist deine Frage an den Threadstarter, ob nicht aus ihm die Häme sprechen würde?
    Na sowas...

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