Antwort auf Re: So wahnsinnig verfassungsfeindlich, dass konkrete Belege unnötig sind? von Alex Riemenschneider.
Alex Riemenschneider schrieb am 31.07.2023 10:52:
Tetzlaff schrieb am 31.07.2023 10:19:
Nicht nur hier, auch die Tagesthemen und die Zeit berichten gleichermaßen, mit Bezug auf den Verfassungsschutz, wie völlig eindeutig und todsicher die AfD doch verfassungsfeindlich sei und welch' große Gefahr davon ausgehe.
Nur irgendwie scheint die Gefahr so ungreifbar und unaussprechlich zu sein, dass diese nebulös bleibt und nicht konkret benannt wird. Einfach gefährlich, halte Abstand, mehr muss oder soll man nicht wissen.
Wenn es offensichtlich nicht möglich ist, die Gefahr anschaulich und konkret zu skizzieren, ist die vermeintliche Gefahr einfach keine. Vielmehr scheint aus nicht alternativen Kreisen genau darin die Gefahr gesehen zu werden, dass die Gefahr keine ist.
Wieso liest Du denn nicht einfach den Verfassungsschutzbericht 2022? Da sind diverse Beispiele von verfassungsfeindlichen Äußerungen aufgeführt. Z.B.:
Einigen Veröffentlichungen lassen sich zudem Anhaltspunkte für
antisemitische Positionen entnehmen. Insbesondere wird das an-
tisemitische Narrativ von einer global agierenden Finanzelite ver-
breitet, welche die politisch Verantwortlichen in ihrem Handeln
lenke:
„Die vom Weltfinanzkapital gesteuerten Machthaber sehnen
sich einen Krieg gegen Russland herbei.“
(Facebook-Eintrag, 20. Februar 2022)
Zudem gibt es Aussagen, die die Judenverfolgung im Nationalsozi-
alismus durch Vergleiche mit der Pandemiepolitik im Berichtszeit-
raum verharmlosen.
Ja, das klingt für viele Telepolis-Leser und -Kommentatoren als gesichertes Wissen und die Mär des von geheimnisvollen Mächten im Westen in den Krieg getriebenen Russlands ist auch schon in einem Artikel verbreitet worden:
Mit dem Messer, das der Westen unter Führung der USA Russland seit über dreißig Jahren immer näher an die Kehle gesetzt hatte, war die politische Führung nach Darstellung Moskaus gezwungen, zu militärischen Mitteln zu greifen, um sich das Heft des Handelns nicht völlig aus der Hand nehmen zu lassen.
...
Wenn wir hier die Geschichte des "Vorkrieges" beenden und die Frage stellen, ob sowohl der jetzige Krieg, als auch die zunehmenden Spannungen zwischen USA/Nato/EU und Russland seit Mitte der 2000er-Jahre vermeidbar gewesen wären, kann sie nur mit Ja beantwortet werden.
https://www.telepolis.de/features/Welche-Zeitenwende-der-Ukraine-Krieg-wirklich-bringen-wird-8971787.html
Das ändert aber nichts daran, dass das antisemitische Haltungen in der AfD belegt.
Daß viele Großbanker Juden sind, ist aber eine Realität. Aber genau das stellt die AfD doch gar nicht in den Mittelpunkt, sondern es wird ihr per "Framing" übergestülpt. Sie kritisieren das Verhalten der Banken, alles andere ist Koinzidenz.
Und wo hat die AfD denn sonst allgemein und explizit Probleme mit Juden? Sie hat keine.
Im Gegenteil. Es sind doch die Altparteien, die fortgesetzt ignorieren, aus welcher Ecke die antisemitischen Übergriffe auf jüdische Mitbürger einprasseln, und die Altparteien sind auch dafür verantwortlich, daß es überhauapt so kam. Es gibt da ein sehr passendes Zitat von Karl Lagerfeld.