Das rät ja genau der Richtige: Der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament hat sich wählen lassen mit dem Versprechen, EU-Kommissionspräsident zu werden.
Dann war die Wahl vorbei, eine Kandidatin, die überhaupt nicht zur Wahl oder zur Diskussion stand, wurde im Hinterzimmer zu Kommissionspräsidentin ernannt.
Und der Vorzeigedemokrat Weber kassiert Traumbezüge und macht weiter, als wäre nichts gewesen.
Seine Wähler hat Manfred Weber im Stich gelassen. Und als Chef der größten und ältesten Fraktion hat er ein klares Signal geschickt: Das Parlament hat keinerlei Rückgrat und kann nach Belieben übergangen werden, ohne sich zu wehren.
Wenn Herr Weber über Rückzug redet, dann sollte er über seinen eigenen Abgang nachdenken statt anderen Ratschläge zu geben.