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Meine Güte, das ist Afrika!

Und das bedeutet natürlich dysfunktionale Staaten, endlose ethnische Auseinandersetzungen mit schnell veränderlichen Allianzen, Mangel, Unterversorgung, Misswirtschaft, Grausamkeit, Hunger und immer wieder Krieg.
Das war schon seit Menschengedenken so, wurde durch die Kolonialzeit teilweise eingedämmt und ist seit der Existenz der postkolonialen Staaten kaum irgendwo besser geworden.
Wobei Äthiopien ja, abgesehen von den wenig erfolgreichen italienischen Eroberungsfeldzügen, so gut wie keine koloniale Unterdrückung erleiden musste. Dennoch ist die Situation hier schon immer besonders verfahren und hoffnungslos gewesen - eine endlose Abfolge von Bürgerkriegen und Hungerkatastrophen.

Es gibt nur wenige schwarzafrikanische Staaten, die heute besser dastehen als zum Zeitpunkt ihrer Unabhängigkeit. Und es gibt noch weniger davon, denen man eine gewisse Zukunftsfähigkeit attestieren könnte.
So lang die afrikanische Bevölkerungsexplosion nicht im Griff ist, besteht m.E. wenig Hoffnung für diesen verlorenen Kontinent.

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    Antwort auf Meine Güte, das ist Afrika! von Alterna Tieflos.

    Alterna Tieflos schrieb am 14.12.2021 10:04:

    Und das bedeutet natürlich dysfunktionale Staaten, endlose ethnische Auseinandersetzungen mit schnell veränderlichen Allianzen, Mangel, Unterversorgung, Misswirtschaft, Grausamkeit, Hunger und immer wieder Krieg.

    Bis der "Friedensnobelpreisträger" an der Macht war, lief der Aufbau ganz gut.

    Dann kam der neoliberale Liebling des Westens und seither geht's abwärts. Es ist keineswegs so, dass nur in Tigrai die Kake am Dampfen ist.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Bartträger.

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:03:

    Alterna Tieflos schrieb am 14.12.2021 10:04:

    Und das bedeutet natürlich dysfunktionale Staaten, endlose ethnische Auseinandersetzungen mit schnell veränderlichen Allianzen, Mangel, Unterversorgung, Misswirtschaft, Grausamkeit, Hunger und immer wieder Krieg.

    Bis der "Friedensnobelpreisträger" an der Macht war, lief der Aufbau ganz gut.

    Dann kam der neoliberale Liebling des Westens und seither geht's abwärts. Es ist keineswegs so, dass nur in Tigrai die Kake am Dampfen ist.

    Und vor allem die Beziehungen zu Eritrea waren freundschaftlich und wirklich herzlich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eritrea-%C3%84thiopien-Krieg

    Trotz Waffenstillstand blieben die eritreisch-äthiopischen Beziehungen gespannt, sodass manche Beobachter einen erneuten Krieg befürchteten. Sporadisch kam es an der Grenze mehrfach zu Feuergefechten mit Todesopfern.[5] Beide Staaten trugen zudem ihre Streitigkeiten als „Stellvertreterkrieg“ in Somalia weiterhin aus, indem sie miteinander verfeindete Parteien im somalischen Bürgerkrieg unterstützten.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Orca30.

    Wenn erst mal Krieg ist, sind die Gräben erst mal extrem vertieft.

    Darum wurde der Friedensvertrag mit dem Friedensnobelpreis belohnt. Dass der Vertrag nicht öffentlich ist, hätte Verdacht erregen sollen. Aber da half vermutlich, dass er ein strammer Neoliberaler ist.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Bartträger.

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:25:

    Wenn erst mal Krieg ist, sind die Gräben erst mal extrem vertieft.

    Lassen sie mich raten, da ist entweder der WESTEN (TM) dran schuld oder das passiert halt, dass sich Gräbern mal vertiefen.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 14.12.2021 11:26:

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:25:

    Wenn erst mal Krieg ist, sind die Gräben erst mal extrem vertieft.

    Lassen sie mich raten, da ist entweder der WESTEN (TM) dran schuld oder das passiert halt, dass sich Gräbern mal vertiefen.

    Es liegt am Krieg. Hab ich doch geschrieben. Der Westen (tm) unterstützt eben Neoliberale und behindert Linke. Das machen sie auch im eigenen Land nicht anders.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Bartträger.

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:29:

    Orca30 schrieb am 14.12.2021 11:26:

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:25:

    Wenn erst mal Krieg ist, sind die Gräben erst mal extrem vertieft.

    Lassen sie mich raten, da ist entweder der WESTEN (TM) dran schuld oder das passiert halt, dass sich Gräbern mal vertiefen.

    Es liegt am Krieg. Hab ich doch geschrieben. Der Westen (tm) unterstützt eben Neoliberale und behindert Linke. Das machen sie auch im eigenen Land nicht anders.

    Wer waren im Krieg Äthiopien gegen Eritrea die "Linken" ?

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Orca30.

    Orca30 schrieb am 14.12.2021 11:34:

    Wer waren im Krieg Äthiopien gegen Eritrea die "Linken" ?

    Beim aktuellen Krieg würde ich die äthiopischen Tigray als die Linken bezeichnen und die eritreische Armee hilft der äthiopischen neoliberalen (rechten) Zentralregierung.

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    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Bartträger.

    Bartträger schrieb am 14.12.2021 11:42:

    Orca30 schrieb am 14.12.2021 11:34:

    Wer waren im Krieg Äthiopien gegen Eritrea die "Linken" ?

    Beim aktuellen Krieg würde ich die äthiopischen Tigray als die Linken bezeichnen und die eritreische Armee hilft der äthiopischen neoliberalen (rechten) Zentralregierung.

    https://www.dw.com/en/aid-millions-for-ethiopia-may-have-been-used-for-arms-purchases/a-5341167

    In diesem Fall haben die "Linken" Spendengelder veruntreut, um damit Waffen zu kaufen. Und haben mit der damaligen Regierung gekämpft, die verwirrenderweise ebenfalls "Links" war.

    In the mid-1980s, the CIA reported that western aid money for Ethiopia's starving population was more than likely being diverted for other purposes by the Tigray People's Liberation Front (TPLF). At the time, the communist military regime of Mengistu Haile Mariam was fighting several rebel groups, including the TPLF which was led by Meles Zenawi, the current prime minister.

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    4 Beiträge seit 28.09.2020

    Antwort auf Re: Meine Güte, das ist Afrika! von Bartträger.

    So würde ich auch verstehen. Der Neoliberaler Abiy Ahmed und der Eritrea wollen gemeinsam die linksgerichtete TPLF eliminieren.

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