Die monatlichen Verluste beliefen sich nach Angaben des Handelsblatts schon bei 100 Millionen Euro. Und die Gasumlage hätte das Unternehmen nach eigenem Bekunden noch einmal mit 30 Millionen Euro belastet.
Wäre es dann nicht logisch, die Preise entsprechend anzupassen? Manchmal verstehe ich das grosse Bild der Wirtschaft nicht so ganz. Die Benzin- und Dieselpreise sind zeitweise richtiggehend explodiert, obwohl die Rohstoffpreise nur moderat gestiegen sind. Da hat man sich getraut, die Preise auf Verdacht hochzusetzen und kräftig abzusahnen. Ein Unternehmen hingegen, das Dünger und AdBlue herstellt, traut sich nicht, die gestiegenen Einkaufspreise auf die Verkaufspreise draufzuschlagen?
Wenn SKW für 20% des Erdgasverbrauchs in Ostdeutschland verantwortlich war, dann fällt mir ausserdem direkt die Frage ein, wie viel der Einsparungen, von denen die deutsche Regierung schon stolz berichtet hat, auf ähnliches Herunterfahren ganzer Industriebetriebe zurückzuführen ist, also nicht neutrale Einsparungen bedeuten, sondern wirtschaftsschädigend sind.