Ganz mein Humor... perfekter Freitags-Artikel...
Eigentlich könnte man ja jetzt die Schmeinchen Artikel durchgehen und vermutlich eine ziemlich lange Liste an unbewiesenen und unbegründeten Behauptungen erstellen, die ganzen Beispiele für Agenda-"Journalismus" usw.
Ein Journalist vermittelt Fakten und Kontext, zeichnet und deutet Muster.
Das sollten sie tun... passiert hier in DE aber z.B. eher nicht mehr in den Hauptmedien... oder in Hr. Schleims Artikeln.
Abgeordnete des rechten "Forum voor Democratie" hätten über den Sender suggeriert, Russlands Krieg gegen die Ukraine sei die Schuld des Westens. In Wirklichkeit sei die Nato der Aggressor.
Ja, dem ist ziemlich uneingeschränkt zuzustimmen.
Für die Geschichtsvergessenen: Clinton Doctrin 1998, Jugoslawienkrieg 1999, Containment-Politk der USA/NATO/Westen seit den frühen 2000, Ignoranz jedes Verhandlungsangebots und jeder Erklärung strategischer und sicherheitspolitischer "Roter Linien" bis hin zur Stationierung von Truppen und Ausrüstung gleich neben der russischen Grenze, Finanzierung und Unterstützung der Orangenen Revolution und des EuroMaidan-Putsches (ja, nach ukrainischem Recht reichte die Parlamentsmehrheit nicht und erfüllt damit den Tatbestandes eines Putsches) usw.
Ja, ich weiß, es tut weh als Eingeborener, wenn man versteht, dass man im Arschlochbündnis lebt...
Laut Smit muss man aber entweder Nachweise für solche Behauptungen erbringen oder aber sie deutlicher als Meinungen herausstellen.
Hr. Schleim... würde ich mir merken. Vielleicht werden Sie dann mal ein positives Beispiel für die hiesige Presselandschaft, die macht das nämlich auch nicht.
Dieser habe der Regierung vorgeworfen, Waffenlieferungen an die Ukraine unzureichend zu kontrollieren.[...]Über die Antwort des Ministers – dass das niederländische Militär die Waffenlieferungen gemäß den gesetzlichen Richtlinien kontrolliere – habe man in der Sendung aber kein Wort verloren.
Weiß denn der minister, wo die gelieferten Waffen genau sind und in wessen Hände? Denn die Aussage des Ministers ist nur Blabla und keine Antwort auf die Frage, ob die Waffenlieferungen so ausreichend kontrolliert werden, dass die nicht z.B. auf dem Schwarzmarkt landen.
Wie die Regierung verhindern oder auch nur prüfen will, ob die Russen Waffen evtl. erobern, halte ich für unmöglich, so lange nicht ein Beauftragter auf jeder Waffen- und Munitionskiste sitzt...
Die ganze im Artikel dargestellte "Argumentation" läuft mMn darauf hinaus, dass, so lange Mist im Sinne der Regierung verbreitet wird, das unter Pressefreiheit fällt, bei Abweichenden Meinungen ist es Volksverhetzung und soll bestraft werden.
Die Regeln (und das Bußgeld evtl. auch) wären ok, wenn die genannten Regeln und Sanktionen für alle Presseorgane gleichermaßen gelten würden und es nicht nur darum ginge, unbequeme Meinungen möglichst aus dem öffentlichen "Diskurs" zu verbannen.