Bergfalke schrieb am 09.04.2021 20:05:
Und wenn gegen oder über rjeden geschnüffelt wrd dann bleiben als oberverdächtig nur die ganz sauberen eben draussen vor.
Medizin, wie wenig supergesunde ohne jede Medikation, nie beim Psychodok gewesende gibt es denn? Allergien, steife Knie, Magenprobleme und und und, jeder hat doch irgendwas.... Radrennfahrer, von Doping abhängig, Drogen, Aloholvielgenuss.............
Wer nu die Superrosinen einstellen will findet keine Leute....
Im Moment doch, es ist ja ein extremes Überangebot an Arbeitskräften vorhanden und jegliche Märchen vom Fachkräftemangel sind herbeigelogen.
Und die Auswahlkriterien sind pervers. Etwa, dass einer ein hochqualifizierter Fachmann sein kann in irgendeinem Bereich, dass er aber eine aus Sicht der Industrie "dunkle" Vergangenheit hat. Mal 1965 als Hippie Haschisch geraucht, 1968 beim SDS die roten Fahnen geschwenkt, Verbindungen zu irgendeiner K-Gruppe hatte zu Studienzeiten, was auch immer konkretes. Egal ob es 40 Jahre her ist und egal was er jetzt denkt.
Dazu die wild brodelnde Gerüchteküche die die Headhunter aktivieren um die Auswahlkandidaten auszusortieren. Da wird ein ehemaliger Geschäftsführer massiv Dreck schleudern gegen einen klugen vorhersehenden Abteilungsleiter, der die Fehlentscheidungen des Chefs erkannt und massive Schwierigkeiten vorhergesagt hat. Hat Streit gegeben und der Abteilungsleiter ist gegangen. Firma danach Pleite. Natürlich wird nur der Chef befragt. Und dass er seine Firma ruiniert hat, ist egal. Geschäftsführer ist eben Geschäftsführer. Und dem Abteilungsleiter wird nicht etwa zugute gehalten dass er Fehlentscheidungen kritisierte, sondern man wirft ihm mangelnde Loyalität zu seinen Vorgesetzten vor.
Wenn in Bewerbungen dann auch noch rauskommt dass der Mann vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, ist das sein Todesurteil bei jeglicher Bewerbung.
Man muss ja aussortieren. Auf jeden Posten bewerben sich 100. Die Headhunter suchen akribisch nach Gründen und machen auch von illegal beschafften Daten Gebrauch. Als ich selber Abteilungsleiter war und mit Hilfe von Headhuntern Leute für Gruppenleiterpositionen aussuchte, wurden mir solche Praktiken angeboten.
Ich kann Geschichten erzählen, da würde so mancher TP-Leser sagen "OMG kaum vorstellbar, sowas von pervers, stimmt das wirklich?" Und ich würde antworten "Jawoll, genau so selber erlebt". Ist aber hier kein Platz für.
Ergebnis des ganzen Systems ist, dass die Industrie dann geborene Versager einstellt. Yuppies, die sich mit Rhetorikschulung und vor dem Spiegel geübten Gesten und Sprüchen verkaufen. Ohne Werte für ihre Firma zu bringen. Vielleicht auch noch durch Parteibuch und Golfclub beim künftigen Chef Pluspunkte gesammelt. Aber "sauber".
Ein Selbstmord-Phänomen der "freien Marktwirtschaft".
Also ist jegliche Bespitzelung egal warum, auch ohne jeden Grund (etwa Denunziation oder Irrtum) beruflich tödlich. Firmenchef und Headhunter werden sagen "na da wird ja was dran sein, umsonst wird der Verfassungsschutz keinen bespitzeln, der ist bestimmt kriminell"