World of Little Big Mario Hero

YouTube und Co. - unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Musikspiele sind hip. Nach den Erfolgen von "SingStar", "Rock Band" und dem berüchtigten "Guitar Hero" folgt nun bald auch noch der "DJ Hero", mit einem Spielgerät, das verdächtig an Apples neueste Idee erinnert. Und die Beziehung zwischen diesen Spielen und der Menge an bezugnehmenden Youtube-Clips ist ohnehin offensichtlich. Künstler anderer Genres, die bisher noch nicht in "Guitar Hero" vertreten sind, machen stattdessen einfach Musik über oder eben mit Videospielen. Schon lange vor Plastikgitarren in Fisher Price-Optik aber wurden die Spiele selbst zum Musikinstrument - den schönsten Beweis liefert ein elfminütiges Medley durch verschiedenste Videospiel-Soundtracks, instrumentalisiert mit "Super Mario World"-Soundeffekten.

Während die Einen also die Mechaniken der großen Klassiker gnadenlos missbrauchen, fürchten andere die gesundheitlichen Folgen und adaptieren mal mehr und mal weniger ansehnlich ihre liebsten Musikvideos mit der Clipdreh-Engine ihrer Wahl - auch wenn gerade im letzten Fall die "World of Warcraft"-Variante deutlich erträglicher als das karnevaleske Original erscheint.

Jede Menge Platz für gebührende Ehrerbietung, auch dank der überzeugenden Jack Black- und Kyle Gass-Lookalikes. Da gibt es den "Manualisten" Jerry Phillips, der den Super Mario-Titelsong mit bloßen Händen nachspielt, oder sich am oben bereits im "Guitar Hero"-Original verlinkten und schwer berüchtigten Kitschmetal-Song "Through the Fire and Flames" versucht. Von einer hierauf folgenden Rache im XKCD'schen Sinne ist allerdings bitte abzusehen. Und dann gibt es da noch eine stoische Japanerin, die sich mit ihrer Gitarre dem Prügel-Klassiker "Street Fighter II" widmet

Zu guter Letzt und gänzlich abseits des heutigen Themas erinnern wir uns noch einmal an die Wochenschau vom vergangenen Freitag und reichen nach, wie der zukünftige Vizekanzler Link auf http://www.heise.de/tp/blogs/8/146105 und anderswo verhindern will. Für diese Woche muss das reichen. Und jetzt: zurück in die Produktivität! (Matthias Huber)