Wird Lützerath das Gorleben der Kohleindustrie?
Seite 2: Gelingt die Kooperation von Umweltbewegung und RWE-Beschäftigten?
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Ein noch größerer Erfolg aus der Perspektive der Klimabewegung wäre es, wenn es auch Arbeitsgruppen gäbe, die die schwere Aufgabe übernehmen, sich mit den dialogbereiten Teilen der RWE-Beschäftigten zu koordinieren und über andere Formen der Beschäftigung gemeinsam nachzudenken.
Es gibt mittlerweile gut dokumentierte Beispiele für eine erfolgreiche Kooperation von Umweltbewegung und Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr und auch Studien zum Bewusstseinstand der Beschäftigten in der Automobilindustrie. Ein ermutigendes Beispiel war die Kooperation von Umweltbewegung und Beschäftigten eines Münchner Bosch-Werkes, das Autovergaser produzierte, vor einigen Monaten.
Es ist wahrscheinlich viel schwerer, solche Ansätze einer Kooperation auch bei den RWE-Beschäftigten zu finden. Doch wenn es gelänge, wäre das eine größere Niederlage für den RWE-Konzern und ein Beispiel, das über die Produktion die Beschäftigten selbst entscheiden sollen und weder Konzerne noch eine mittelständisch geprägte Umweltbewegung.
Damit würde an eine Diskussion angeknüpft, die vor allem in Großbritannien in den 1970er Jahren Fahrt aufgenommen hatte, bevor sie vom kapitalistischen Gegenschlag, der als Thatcherismus bekannt wurde, überrollt wurde.