Hackerangriff auf türkische Stromnetze?

Stromausfälle in Istanbul gehen einher mit angeblich schweren Cyberangriffen auf System des Energieministeriums

Kaum hat die türkische Regierung mehr oder weniger eingestanden, nicht für Hackerangriffe ausreichend gerüstet zu sein, weil die IT-Experten fehlen, ist das türkische Energieministerium angegriffen worden. Letzte Woche war verkündet worden, dass die für Cybersicherheit zuständige Behörde Hacker beschäftigen will, um die digitale Infrastruktur Tag und Nacht zu schützen (Türkei holt Hacker an die Cyberfront). Im Dezember letzten Jahres waren die Websites von Banken und Behörden in der Türkei von schweren DDoS-Angriffen zeitweise lahmgelegt worden.

Zuvor fiel in Teilen von Istanbul immer wieder der Strom aus. Ursache sollen die starken Schneefälle und Stürme in der Region Marmara sein, die Strommasten lahmlegten, obgleich diese oft erst vor kurzem erneuert worden waren. Das Energieministerium hatte zunächst berichtet, man arbeite mit der Polizei zusammen, um die Schäden festzustellen. Der Grund für den Ausfall der Strommasten scheint nicht klar zu sein.

Heute hieß es schließlich, dass die Computernetze des Energieministeriums schweren Cyberangriffen ausgesetzt seien. Medien berichtete ein Mitarbeiter, die Angriffe würden darauf abzielen, die Websites zu übernehmen, um in sie einzudringen und so Zugriff auf die Stromnetze zu erhalten. Viele der Versuche seien aber verhindert worden: "Die Hackversuche sind Anzeichen für die Vorbereitung einer großen Sabotageaktion auf die nationalen Stromnetze der Türkei", sagte der anonym bleibende Mitarbeiter.

Natürlich darf der Hinweis auf den gescheiterten Putschversuch und die Gülen-Bewegung, gemeinhin von der Regierung Gülen Terrororganisation genannt, nicht fehlen. Die Cyberangriffe hätten nach dem gescheiterten Putschversuch begonnen. Geheimdienste würde berichten, sie hätten Informationen über einen geplanten Cyberangriff am Neujahrstag. (Florian Rötzer)

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