Extremwetter: Verwüstungen in Saudi-Arabien und auf dem Balkan

Starkregenfälle werden unter anderem in Jeddah intensiver und häufiger. Archivbild: Yousefmadari at Malayalam Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Ungewöhnlich schwere Niederschläge sorgen für zahlreiche Zerstörungen. Weite Teile der USA, Lateinamerikas, Australiens und Südostasiens müssen in den nächsten Jahren sowohl damit als auch mit schweren Dürren rechnen.

Die am Roten Meer gelegene saudi-arabische Millionenstadt Jeddah ist am Donnerstag von extremen Niederschlägen getroffen worden, die zerstörerische Überschwemmungen verursachten. Das geht unter anderem aus einem Bericht der indischen Nachrichtenplattform Times Now hervor. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden.

Einige Videos zeigen die Gewalt der Fluten. Binnen eines Tages hatte es fast das Vierfache des zwischen 1982 und 2011 üblichen Jahresniederschlags geregnet. 2009 waren bei der Hälfte des jetzt gefallenen Niederschlags und den damit verbundenen Überschwemmungen 122 Menschen ums Leben gekommen, heißt es in einem Beitrag auf Wikipedia.

Auch mehrere Balkanstaaten, insbesondere Albanien, hatten in der vergangenen Woche unter schweren Überschwemmungen zu leiden, berichtet die britische Zeitung Guardian. Sechs Menschen seien gestorben, hunderte Häuser überflutet. In Albanien etwa seien binnen zwölf Stunden 400 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Zum Vergleich: Das sind etwa 130 Prozent dessen, was es zum Beispiel in Magdeburg bisher im ganzen Jahr 2022 geregnet hat.

Prognostiziert war dergleichen erst nach Mitte dieses Jahrhunderts

Derweil hat eine neue, im Fachblatt Nature veröffentlichte Studie ergeben, dass weite Teile der beiden Amerikas, Australien und Südostasien schon in den nächsten Jahren mit einer Zunahme schwerster Niederschläge und extremeren Dürren rechnen müssen. Ursache sind durch die globalen Klimaveränderungen hervorgerufene größere Schwankungen in der Oberflächentemperatur des tropischen Pazifiks, die sich wiederum auf die Niederschläge auswirken.

Der Zusammenhang, das sogenannte El-Niño-Phänomen, ist seit Langem bekannt, nur war eine Verstärkung bisher erst für nach der Mitte des Jahrhunderts erwartet worden. Australien hat 2021/22 eine der schlimmsten Serien extremer Niederschläge und damit verbundenen Überschwemmungen erlebt. Zuletzt mussten Mitte November im Südosten des Landes zahllose Häuser evakuiert werden. (Wolfgang Pomrehn)

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