Der schwierige Balanceakt Budapests

Vom Schicksal der Urbanität in einer ehemaligen kommunistischen Metropole

Virtuelle Architektur, cyberreale und intelligente Gebäude, digitale Städte oder Kolonialisierung des Cyberspace verdecken oft hinter ihrer faszinierenden Oberfläche, daß die Menschen weiterhin in Städten leben müssen und daß das Leben in ihnen schwieriger wird. Ungarn war eines der fortschrittlichsten Länder des kommunistischen Ostens. Am Schicksal seiner Hauptstadt lassen sich heute die Probleme des Wildwuchses, der Verödung der Innenstädte, der Suburbanisierung, der Kommerzialisierung oder der Trennung der sozialen Schichten nur deutlicher sehen, denen die Städte ausgesetzt sind. Urbanität scheint allmählich aus den Städten auszuziehen. Vielleicht sollte man, bevor man intelligente Häuser entwirft, erst einmal eine intelligente Stadtplanung und entspechende Grundlagen schaffen, um sie auch durchsetzen zu können.

Budapest, die kosmopolitische Hauptstadt Ungarns, wurde oft als das "Paris von Mittel- und Osteuropa" beschrieben. Der Vergleich stimmt im Allgemeinen. Die Stadt mit zwei Millionen Einwohnern an den Ufern der Donau ist eine architektonische Schatzkammer mit einer lebendigen Kulturszene, die es zu viel mehr als einem Museum vergangenen Ruhms werden läßt.

Budapest ist in vielen Hinsichten eine Stadt der Kontraste und Paradoxien. Auch wenn ihr öffentliches Verkehrssystem als eines der besten in der Welt gilt, sind die Straßen mit Autos derart vollgestopft, daß Budapest jetzt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung zählt.

Budapest ist unter allen Städten Europas wirklich mitteleuropäisch. Räumlich befindet es sich im Herzen Europas, ungefähr zwischen Moskau und London. Kulturell diente es lange als Bücke zwischen Ost und West. Und ökonomisch befindet sich Budapest auf der Bruchlinie, die die reicheren, entwickelten Länder des Nordens von den ärmeren Länder des Mittelmeerraumes trennt.

Zur Geschichte der Stadt

Das Wesen von Budapest ist von Gegensätzen bestimmt. Die Stadt entwickelte sich nicht als eine Einheit, sondern sie entstand 1873 aus der Verschmelzung zweier Städte, von Buda und Pest, und einer kleinen Stadt (Obuda), als die Habsburger sich entschlossen, die Hauptstadt des ungarischen Teils der österreichisch-ungarischen Monarchie aufzubauen. Ungarn hatte damals mehr als 20 Millionen Einwohner. Trotz der Verkleinerung von Ungarn um zwei Drittel und trotz des Verlustes von einem Drittel der Bevölkerung nach dem Vertrag von Trianon im Jahre 1920 bewahrte und verstärkte Budapest sogar seine Rolle als große europäische Stadt. Überdies war es das einzige wichtige Handelszentrum und die größte Industriestadt in Ungarn.

Während seiner Geschichte wurde Budapest von vielen Kräften hin und her gezogen. Das verdankte sich auch dem Scheitern Ungarns, einen kosmopolitischen, intellektuellen urbanen Ort mit dem umgebenden traditionellen und konservativen Land zu versöhnen. Als Folge schlug sich der Druck aus solchen unterschiedlichen Elementen in der Stadt in einer alles durchziehenden Qualität nieder, die bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Eindrücke hinterläßt. Besucher, die nur kurze Zeit bleiben, werden vom Charme Budapests verführt und verlassen die Stadt mit dem Gefühl, daß sie endlich "angekommen" ist und einen verdienten Platz in der westlichen Welt einnimmt. Viele Bewohner, die hier ihr ganzes Leben verbracht haben, zeigen hingegen inzwischen eine soziale Neurose, die teilweise durch den schnellen Übergang vom dürftigen Kommunismus zur konsumorientierten Demokratie hervorgerufen wurde.

Vor der Verschmelzung mit Pest war Buda vor allem ein Wohnort mit Villen der Staatsangestellten. Die altertümliche Stadt diente als Verwaltungszentrum und nicht als Standort für Handel und Industrie. Heute ist der alte Teil von Huba auf dem Schloßberg voller Geschäfte und zieht viele Touristen an, während der übrige Teil des Westufers die Heimat der "alten" und "neuen" Reichen ist. Im Unterschied dazu ist Pest von der Donau aus weit in den Osten in verschiedenen Schichten gewachsen: modische Hotels und Kaffees in der Nähe des Flusses, hinter ihnen ein dichtes Geschäftszentrum und in den Außenbereichen ein trister Wohnbereich der Arbeiterschicht. Pest ist jetzt das wirtschaftliche Zentrum der Stadt, in dem sich Banken, Versicherungsunternehmen und ausländische Handelsfirmen befinden.

Wegen seiner Position im österreichisch-ungarischen Reich übernahm Budapest viele Eigenschaften von Wien. Am Beeindruckendsten ist die Jugendstilarchitektur aus der Wende des Jahrhunderts. Budapest integrierte seine Jugendstilarchitektur in seinen städtischen Charakter mit Baustilen, die für andere Teile des Reiches typisch waren, beispielsweise für Transylvanien. Das Ergebnis ist eine einzigartige und ekklektische Architektur, die nur selten Besucher nicht erstaunen läßt.

Die Angehörigen aller Gesellschaftsschichten sagen, daß diese Erbschaft mit der vierzigjährigen kommunistischen Herrschaft ihr Ende fand. Der Stalinismus und der darauf folgende "Gulaschkommunismus" des weniger repressiven Janos Kadar hatten eindeutig keine Achtung vor der Bauweise der Stadt. In Obuda, einst einer der schönsten Bezirke auf der Seite von Buda, wurden viele kleine Häuser für monolithische und einförmige hohe Blöcke abgerissen. Gleichzeitig wurden die Gebäude aus der Jahrhundertwende nicht beachtet und ließ man ihren Zerfall zu.

Es ist leicht, die Kommunisten für den heruntergekommenen Zustand vieler alter Gebäude in der Stadt verantwortlich zu machen, besonders wenn man die Perspektive eines "vorher" und "nachher" einnimmt, wie man sie aus der Werbung für Schlankheitskuren und Färbemittel für Haare kennt. Man muß aber beachten, daß der Zweite Weltkrieg einen großen Tribut von der Stadt forderte. Budapest war am Ende des Krieges eine der Städte, die am meisten zerstört waren, weswegen die Aufgabe des Wiederaufbaus riesig gewesen ist. Die jetzige Verwaltung beginnt gerade erst die Größe einer solchen Aufgabe zu erkennen, während sie ähnliche Zwecke verfolgt.

Das Plattwalzen von Stadtteilen für die Modernisierung ist nicht nur der kommunistischen Periode eigen. In der "Blütezeit" des "historischen Ungarns" des 19. Jahrhunderts war Buda eine kleine, typisch deutsch-ungarische Stadt. Es bestand aus dem alten Königspalast, der Kathedrale und den Winterschlössern der ungarischen Adeligen, sowie aus einem Viertel serbischer Händler. Zur Jahrhundertwende wurde ein großer Teil mit Ausnahme der Kathedrale zerstört. Nach und nach wurden hier dann der neue Palast, der jetzt die Stadt überragt, und die meisten der Verwaltungsgebäude und Ministerien erbaut.

Von der "Amerikanisierung" Budapests

Die Zerstörung schreitet bis zum heutigen Tag fort. Da die Restaurierung nun in die Verantwortlichkeit der Privateigentümer fällt, wird vieles nicht ausgeführt. Davor versuchte das Amt für Baudenkmalpflege die städtischen Eigentümer der Gebäude zur Renovierung zu zwingen. Das hatte natürlich nur einen begrenzten Erfolg. Gegenwärtig hat niemand das Geld für solch ein Unternehmen. Daher wurden viele alte Häuser von großen Firmen aufgekauft, die sie für ihre Bedürfnisse herrichteten. Amerikanische Fast-Food-Filialen wie die von McDonald sind die bekanntesten Beispiele.

Fast-Food-Filialen im amerikanischen Stil gibt es in ganz Budapest. Ende der 80er Jahre, als Mittel- und Osteuropa den Kommunismus hinter sich ließ, existierte lediglich eine im modischen Einkaufsviertel von Pest. Und während sich Restaurants im amerikanischen Stil ausbreiteten, verschwanden die einst zahlreichen Kaffees fast gänzlich.

Neben der Veränderung der Fassaden von wundervollen alten Häusern, haben große Unternehmen mit Lichtwerbung und der Chimäre vom schnellen Reichtum viele dazu verführt, gierige Konsumenten zu werden. Werbung, die zuvor ziemlich selten gewesen ist, überzieht nun die Straßen und preist den westlichen Lebensstil an, den man haben muß. Die "Amerikanisierung" Budapests wird durch den aktuellen Trend ganz offensichtlich, große Einkaufszentren zu bauen. Kürzlich wurde das riesige Einkaufszentum Polus in Budapest eröffnet, das aus einer Mischung von Geschäften, Kinos, Eisbahnen und einem Vergnügungspark besteht. Die Megamall wurde in weniger als elf Monaten fertiggestellt. Sie erstreckt sich über 56000 Quadratmeter und besitzt einen Parkplatz für 2200 Autos. In diesem Einkaufszentrum befinden sich 47 Dienstleistungsfirmen, 111 Geschäftsfilialen, darunter 56 Bekleidungsgeschäfte, und 19 Restaurants, Bars und Imbißstände.

Durch den Bau von Megamalls wird die Stadt von Autos überschwemmt. Man ist überrascht, warum mit einem derartig guten und verläßlichen öffentlichen Verkehrssystem wie dem Budapests überhaupt Autos gebraucht werden. Das Problem ist, daß der Gebrauch von Autos zunimmt, die während des Tages die Stadt buchstäblich überrollen.

Die ökologische Belastung

Abgesehen vom Verkehr und den Schwierigkeiten für Fußgänger, die die Zunahme der Autos mit sich gebracht haben, entsteht das größte Problem für die Stadt durch die Umweltverschmutzung. Ungefähr 600000 Tonnen Abgase gehen jährlich auf Budapest nieder, von denen drei Viertel von den Autos stammen. In einigen Straßen wurde ein 27 Mal höherer Abgaswert als die Norm gemessen, eine Situation, die in den westlichen Ländern die Behörden gezwungen hätte, den Menschen zu befehlen, zuhause zu bleiben. Luftverschmutzung ist die Hauptursache für Asthma, unter dem 40 Prozent der Kinder leiden, die in der Innenstadt leben.

Die Luftverschmutzung der Stadt wurde zu ihrem größten Teil dem Trabant in die Schuhe geschoben, der, wie sich ein Angestellter des Außenministeriums treffend ausdrückte, "eine mobile chemische Waffe ist, die bei den Genfer Gesprächen über die Abrüstung chemischer Waffen auf den Tisch kommen sollte." Auch wenn diese billigen, aber technisch einfachen Autos mit Zweitaktermotoren aus Ostdeutschland allmählich aus den Straßen Budapests verschwinden, ist die Luftverschmutzung wegen der erheblichen Zunahme an westlichen Autos bedenklich groß. Einen Opel oder einen Ford Escort zu besitzen, ist so wünschenswert, daß viele Menschen andere Bedürfnisse, auch ihre Gesundheit, für den Erwerb eines dieser Statussymbole opfern.

Die Umweltprobleme Budapests beschränken sich jedoch nicht auf die Luftverschmutzung. Schwefel- und Bleikonzentrationen aus Industrieabfällen sind bis zu zehn Mal höher als die Grenzwerte. Inzwischen fließen Arsen und Quecksilber in die Donau, die jetzt eine braune Farbe angenommen hat, und verunreinigen auch das Trinkwasser. Überdies ist Budapest wegen der Hügel von Buda im Westen und den Industrieanlagen von Pest im Osten empfänglich für Klimainversionen und wird oft von einem Smogschleier überzogen, der manchmal so dicht ist, daß man nicht mehr über die Donau zum anderen Teil der Stadt sehen kann.

Die meisten Einwohner wissen um diese Probleme, aber sie haben resigniert. Ein Grund dafür ist, daß sie mit Fakten bis oben hin zugedeckt wurden, ein anderer, daß viele Umweltschutz mit Rezession gleichgesetzt haben. Deswegen setzen die Menschen ihre Sorgen um die Umwelt zugunsten wirtschaftlicher Sicherheit hintan. Die führenden Politiker von Budapest gieren derart danach, Investitionen anzulocken, daß sie normalerweise deren Umweltkosten vernachlässigen.

Diese wirtschaftliche Unsicherheit hat in Wirklichkeit aber kaum eine Grundlage. Die Arbeitslosenrate von Budapest liegt unter 10 Prozent, während sie im übrigen Land bis zu 40 Prozent beträgt. Trotz der Existenz von Arbeitsplätzen müssen viele Menschen wegen der Luftverschmutzung von der Innenstadt wegziehen. Die Versuchung, sie zu verlassen, wird durch künstlich in die Höhe getribene Immobilienpreise gefördert, die aus dem Wunsch von Firmen nach prestigeträchtigen Büroräumen entstehen.

Der Schatz der Jugenstilarchitektur wird daher von architektonischen Vandalen ausgebeutet, die ein einheitliches kommerzielles Stadtbild mit Neonzeichen über der historischen Struktur schaffen. Überdies wird die Stadt in wirtschaftlich getrennte Bereiche aufgeteilt, wobei die aufstrebende Klasse sich um den Rosenberg ansiedelt und die Arbeiter in den grauen Wohnanlagen in den östlichen Außenbezirken leben. Neben den sozialpsychologischen Konsequenzen einer derartigen Polarisierung, die sich offen als zunehmender Unterschied des Reichtums zeigt, wird die Urbanisierung zu einem Problem. In den letzten 30 Jahren hat sich Budas Bevölkerung verdoppelt. Wer es sich leisten kann, Loftwohnungen und Villen in den Hügeln zu bauen, zieht in das sich schnell entwickelnde Buda. Viele dieser Häuser gleichen kleinen Burgen und stören die "alten" Reichen, deren bescheidene Heime und Panorama-Ausblicke allmählich überschatten werden.

Vom Schreiben auf den Mauern

War Budapest früher die kommunistische Stadt im Ostblock, in der man am besten lebte, so wird es jetzt zu einer der frustrierendsten Städte in der kapitalistischen Welt. Dieser Wandel spiegelt sich in den Graffitis, die die Stadt überziehen.

Für einen Ausländer, der bereits vor den sozialpolitischen Änderungen von 1989 in Mittel- oder Osteuropa gelebt oder es besucht hatte, hinterließ die Ankunft in Budapest einen seltsamen Eindruck. Nur nachdem man in eine große westliche Stadt zurückgekehrt ist, wurde einem das Erlebte klar: die Gebäude in den großen Städten des Ostens waren auf unheimliche Weise frei von Graffitis.

Heute scheinen die Graffitis in Budapest einem ähnlichen Muster wie in anderen großen Städten dieser Region, z.B. in Prag, zu folgen. Unerlaubte Bilder oder Einritzungen werden häufiger, wenn man sich von der Innenstadt entfernt. Damit verbunden degenerieren sie kontinuierlich von einer hochgeistigen Kommunikation zu einem unbedeutenden Gekritzel mit einem höheren Anteil an rassistischen und obszönen Inhalten.

Es ist kein Zufall, daß dieses Muster die architektonische Struktur der Stadt widerspiegelt. Das Stadtzentrum ist voll von historischen Gebäuden des Jugendstils und des Barock. Es ist unwahrscheinlicher, daß man auf diesen Gebäuden, besonders wenn sie in guter Verfassung sind oder unlängst renoviert wurden, Graffitis sieht. Bei modernen, gut erhaltenen Bauwerken ist es jedoch viel wahrscheinlicher als bei den meisten heruntergewirtschafteten Jugendstilhäusern, daß sie von Graffitis bedeckt sind.

Der Grund dafür ist, daß die ungarischen Jugendlichen ihrem kulturellen Erbe leidenschaftlich einen ästhetischen Wert zukommen ließen. Der Jugendstil wird immer noch sehr geschätzt, weil er alle Kunstformen vereinen konnte und einen Reichtum an Motiven, Formen und Stilisierungen schuf, der die meisten banalen Themen aus der Trivialität hebt. Diese Wertschätzung der Kunst und der Schönheit konnte sich während der kommunistischen Epoche durch die Anbringung von Graffitis an jenen Gebäuden zum Ausdruck bringen, die die Ohnmacht des stalinistischen Realismus repräsentierten. Daher ist es keine Überraschung, daß die Graffiti in den Außenbezirken der Stadt, die von monolithischen Betonhäusern und alten verlassenen Fabrikgebäuden beherrscht wurden, denen ähnlich sind, die man sie überall in den Gettos der meisten westlichen Städten findet. Allerdings sind hier die Slogans viel rassistischer und ein Unterschied ist das Fehlen von Farbe. Viele wurden in Metallwände von Aufzügen und Türen hineingeritzt, und die Fenster an den Eingängen sind mit ähnlichen unflätigen Zeichnungen übersät, wenn sie nicht zerbrochen sind. Zigeuner sind die Hauptziele der Verleumdungen. Rassistische Parolen wie "Weg mit den Zigeunern" wurden in der Innenstadt fast unleserlich gemacht, während in den suburbanen Wohngebieten das anarchistische "A" und das gelegentliche "Faschistenschwein" nur selten vorkommen. So haben die Nationalisten eine sicheres Betätigungsfeld für ihre Fremdenfeindlichkeit.

Ungeachtet dessen, wie sehr Budapest während der Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft und der Jahre des demokratischen Übergangs durch Abgase belastet und stressiger wurde, hat es gleichwohl, wie ein Autor schrieb, "eine gewisse Majestät und eine ruhige Schönheit" bewahren können, die im Westen schon lange verschwunden sind. Auch wenn neue Büroräume mit den Relikten des Jugendstils in der Altstadt im Kampf liegen, wurde dennoch der Versuch unternommen, den Kontrast nicht zu scharf werden zu lassen. In den Innenstadt versuchen neue Gebäude, sich in ihre Umgebung einzupassen, indem sie eine ähnliche Form und Größe einhalten.

Jedoch haben viele Menschen in Budapest in ihrer Freizeit zu bedauern begonnen, wessen sie sich in der Hetze des Alltags unterworfen haben. Die Einwohner suchen nach einem Ausweg, aber sie haben nicht den Willen oder nicht den Mut, einen entschiedenen Schritt zu unternehmen.

Budapest hat keine andere Wahl, als nach vorne zu gehen, weil die Rückkehr in die Vergangenheit unmöglich ist. Wie dies geschehen wird - und ob man diesen Zwang anerkennen wird -, ist keineswegs gesichert. Sicher aber ist, daß die Situation desto schlimmer werden wird, je länger man zögert, da unvereinbare Kräfte die Stadt in gegensätzliche Richtungen ziehen und Budapest mit einer zerbrochenen Seele hinterlassen.

Aus dem Englischen übersetzt von Florian Rötzer (John Horvath)